#7 – Wer erlebt diesen Moment?
Dieser Moment geschieht jetzt – aber gibt es wirklich jemanden, der ihn erlebt?
Wer erlebt diesen Moment?
Jetzt.
Nicht vor einer Sekunde.
Nicht gleich danach.
Jetzt.
Etwas wird erlebt.
Was ist da?
Vielleicht ein Geräusch.
Ein Gedanke.
Ein Gefühl im Körper.
Vielleicht einfach nur Lesen.
Dieser Moment ist da — unmittelbar.
Ohne Abstand.
Die stille Annahme
Fast unbemerkt entsteht eine Schlussfolgerung:
„Ich erlebe das.“
So selbstverständlich, dass sie selten hinterfragt wird.
Aber halte kurz inne.
Ist das wahr?
Untersuchung beginnt
Da ist Erleben.
Sehen.
Hören.
Denken.
Fühlen.
Aber wo ist der,
der das alles erlebt?
Schau direkt
Nicht in Gedanken.
Nicht in Antworten.
Direkt.
Jetzt.
Kannst du den „Erlebenden“ finden?
Hat er eine Form?
Einen Ort?
Eine Grenze?
Die bekannte Struktur
Ein Gedanke taucht auf:
„Ich bin hier, und ich erlebe das dort.“
Innen und Außen entstehen.
Subjekt und Objekt.
Genau hier beginnt die Trennung.
Genau hier beginnt das „Ich bin jemand“.
Die feine Verschiebung
Ohne diesen Gedanken — gibt es dann wirklich einen Erlebenden?
Oder gibt es nur: Erleben?
Noch näher
Ein Geräusch erscheint.
Musst du etwas tun, damit es gehört wird?
Oder geschieht Hören einfach?
Ein Gedanke erscheint.
Musst du ihn erzeugen?
Oder taucht er einfach auf?
Ein Gefühl ist da.
Brauchst du einen „Jemand“, damit es gefühlt wird?
Die direkte Frage
Wenn alles einfach geschieht — wer genau erlebt diesen Moment?
Die gewohnte Antwort
Der Verstand sagt schnell:
„Ich.“
Aber was ist dieses „Ich“?
Ein Körper?
Ein Gefühl?
Ein Gedanke?
Oder nur eine Idee, die nachträglich erscheint?
Tiefer schauen
Wenn du ganz ehrlich bist:
Erscheint nicht auch das „Ich“ im selben Raum wie alles andere?
Ein weiterer Inhalt?
Nicht der Ursprung?
Ramana Maharshi weist genau darauf hin:
Jeder Gedanke entsteht – und du kannst fragen: „Wem erscheint er?“
Und dann:
Wer ist dieses „mir“?
Die stille Entdeckung
Vielleicht beginnt etwas zu bröckeln.
Erleben ist da.
Aber der Erlebende?
Nicht auffindbar.
Nicht greifbar.
Kein Zentrum
Ohne ein Zentrum.
Ohne jemanden im Inneren.
Nur das, was geschieht.
Unmittelbar.
Bleib genau hier
Beantworte es nicht sofort.
Spüre die Lücke.
Die Unsicherheit.
Vielleicht sogar Widerstand.
Was wird bedroht, wenn es keinen Erlebenden gibt?
Und jetzt, ganz direkt:
Wer erlebt diesen Moment – wirklich?
— Afschin



Wir sind in der Welt - Vorrübergehende Erscheinungen füreinander - Es ging nie um Zrennung - Es geht um Ja zur Verbundenheit und jeder Körper ist Ausdruck dessen was Ja ist - und nicht neutral. Sonst gäbe es nichts was durch uns sein könnte. Dieses Ja erhebt was abzüglich aller Gedanken darum ist , sein Licht - doch wir sind hier Mensch und das entspricht der Resonanz dessen der sich selbst daraus bejaht ohne etwas zu bereuen. Das trifft mich als Mensch. Denn was haben wir Menschen uns angetan? Für was? Ich bin nicht hier um mich zu entschuldigen, sondern um eine praktische Lösung zu finden.
Brecht
Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so eine einfache Weise zustande wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustande kommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.
Sabrina
Wenn alle Menschen erkennen, dass ihr Wohl untrennbar mit allen anderen verbunden ist brauchen wir keine Pässe mehr. Weil wir passen genauso wie die Welt sich selbst den Mensch und uns schenkt.
Brecht
Man kann sagen, der Mensch ist nur der Halter eines Passes. Er ist nur dazu da, um den Pass herum gebaut zu sein. Der Pass wird obenauf gelegt, wie man eine Schüssel Mehl auf die Waage stellt und dann schaut, ob das Gewicht stimmt.
Sabrina
Ich sehe in die menschlichen Abgründe und sehe ganz schlimme Dinge, weil ich nicht weg schauen kann, weil ich begreifen will was hier mit uns passiert, auch systemisch und warum? Aber das Warum wird mir eine Antwort schuldig bleiben, mich, als Mensch. Und dann muss ich mich fragen: Liebe ich mich als Mensch mit all den Irrtümern? Das ist eine Masse die da in mir anklingt.
Brecht
Wo keine Ordnung herrscht, da ist auch kein Pass. Der Pass ist das Einzige, was beweist, dass es eine Ordnung gibt. Er ist das Zeichen, dass man registriert ist, dass man existiert im Sinne der Behörde.
Sabrina
Ich kann niemanden retten, da raus holen aus dem Labyrinth. Ich höre Schreie: Warum? Komm nach Hause, Kind. Komm ins Herz da wartet unsere Seele auf uns. Wir haben die Zeit draußen beim Spielen vergessen. Spielten Fangen und Verstecken, spielten alle Rollen. Auch Verlaufen.
Brecht
Man muss einen Pass haben, um sich auszuweisen. Wer sich nicht ausweisen kann, ist kein Mensch. Er ist höchstens ein herrenloses Gepäckstück.
Sabrina
Doch nun lasst uns nach Hause kommen in unser gemeinsames Herz. Sein Ruf ist immer. Und jeder Stern war eine Erinnerung daran zu leuchten durch Dich. In Liebe Sabrina.