10 Kommentare
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Avatar von Marion Elend

Ich bin.

Seiende.

Mein Sein ist nichts als der Puls des Kosmos, der sich durch mich in das Jetzt ergiesst.

Und wenn ich das nicht bin, dann bin ich die, die sich dem annähert.

Avatar von Afschin

Schön gesagt.

Und gleichzeitig:

Ist das noch eine Antwort oder schon wieder eine feinere Geschichte?

„Ich bin“ braucht keine Ergänzung.

Vielleicht gibt es Dinge, die keine Antwort brauchen, weil jede Antwort schon wieder etwas hinzufügt.

Was geschieht, wenn nichts mehr ergänzt wird?

Nicht Schicht für Schicht ablegen — sondern sehen, dass es nie wirklich getragen wurde.

Wer spricht das?

Und wer bleibt, wenn auch das wegfällt?

Avatar von Anne Naumann

Ich bin ich

Avatar von Afschin

ok. Ein Test: Was bleibt übrig, wenn du das Wort „ich“ für einen Moment nicht benutzt?

Avatar von Anne Naumann

Energie, etwas das unsere Sprache nicht auszudrücken vermag

Avatar von Afschin

Wenn du sagst „Energie“ – erscheint dieses Wissen nicht auch vor dir?

„Wer bin ich?“ ist nicht dafür da, eine Antwort zu produzieren, sondern den Fragenden selbst aufzulösen.

Avatar von Stabenwelt

Das ist …. eine schwere Frage. Wer bin ich, wenn meine Geschichte schweigen muss. Fällt mir schwer zu beantworten.

Darf ich dich fragen, wie du sie für dich beantwortest?

Avatar von Afschin

Danke dir.

Ich beantworte sie nicht. Jede Antwort wäre wieder eine Geschichte. Vielleicht gibt es Fragen, die keine Antwort brauchen, weil sie selbst schon alles zeigen.

Was bleibt, wenn keine Antwort kommt?

Verschwindest du dann oder bist du genau dann da?

Wer ist es, der merkt, dass es schwer ist?

Avatar von Stabenwelt

Okay, jetzt sehe ich was du meinst. Wenn keine Antwort kommt, bin da immer noch ich. Ich bin genau dann da. Und dass es schwer ist ... merke nur ich. Ich bin da, egal ob ich meine Geschichte habe, erzähle oder gar nichts davon.

Avatar von Miriam Lochner

Seit ich bei Castaneda das erste Mal darüber gestolpert bin, knabbere ich daran. Ich bin scheinbar noch verstrickt genug, diesen Geschichten ihren Reiz abzugewinnen. Es ist eben das Gewohnte … Und ich denke mir dabei auch: Ich bin doch extra inkarniert, um das alles zu erleben. Um das Leben aus exakt dieser Warte zu erleben. Hmmmmm.